Ein guter Abend am Feuer beginnt nicht mit dem Streichholz, sondern mit ein paar einfachen Entscheidungen. Die erste ist immer, wo man Feuer machen darf - und von da an, was zu verbrennen ist, wie der Wind zu beachten ist und wie das Feuer am Ende richtig gelöscht wird. Die Regeln der Rettungsbehörde (auf Estnisch) sind nicht kompliziert, und die meisten lassen sich auf einen Gedanken zurückführen: Das Feuer muss von Anfang bis Ende unter deiner Kontrolle bleiben.

Wo darf man Feuer machen?

Feuer darf man auf eigenem Grund oder mit Erlaubnis des Grundeigentümers machen, an einer ordentlichen Feuerstelle, die einen sicheren Abstand zu Gebäuden und anderem brennbarem Material hat. Ein kleines Feuer von bis zu einem Meter Durchmesser muss mindestens 8 Meter von jedem Gebäude und Lager für brennbares Material entfernt bleiben. Ein größeres Feuer und ein öffentliches Feuer brauchen schon 15 Meter. Im Wald darf man nur an gekennzeichneten Stellen Feuer machen, zum Beispiel an RMK-Feuerplätzen. Vor dem Anzünden lohnt sich auch ein Blick in die Ortssatzung der Gemeinde, die strengere Beschränkungen festlegen kann.

Auf einer Holzterrasse oder einem Balkon macht man kein offenes Feuer - dorthin gehört nur ein Grill, dessen Gebrauchsanweisung das erlaubt.

Sichere Abstände und die Feuergefahrzeit

Im Sommer ruft die Rettungsbehörde oft eine Feuergefahrzeit aus. Dann muss das Feuer noch weiter vom Wald entfernt sein - die Rettungsbehörde empfiehlt mindestens 20 Meter. Gilt eine Zeit hoher Feuergefahr, sind offenes Feuer, Grillen und Lagerfeuer in der Natur auch an dafür vorbereiteten Stellen verboten. Da sich die Lage mit dem Wetter ändert, prüfe den aktuellen Stand vor dem Losgehen auf der Seite der Rettungsbehörde.

Was darf man im Feuer verbrennen?

Ins Feuer gehört nur natürliches, unbehandeltes Holz. In einem Feuer im Hausgarten darf man auch Pappe und Papier verbrennen. Alles andere - lackiertes oder imprägniertes Holz, Plastik, Hausmüll - erzeugt giftigen Rauch und gehört auf die Deponie, nicht ins Feuer. Das Verbrennen von trockenem Gras ist in Estland das ganze Jahr über verboten: trockenes Gras entzündet sich blitzschnell und das Feuer breitet sich aus, bevor du reagieren kannst.

Gute Praxis beim Feuermachen

Befreie vor dem Anzünden die Umgebung der Feuerstelle von trockenem Gras, Laub und Zweigen und umgrenze die Stelle mit Steinen oder einem Erdwall. Mach Feuer nur bei ruhigem Wind und achte auf die Windrichtung, damit Funken nicht auf ein Gebäude, den Wald oder brennbares Material getragen werden. In Reichweite sei ein Löschmittel - ein Eimer Wasser oder ein Feuerlöscher.

Offenes Feuer wird keinen Augenblick unbeaufsichtigt gelassen - halte Kinder und Tiere auf sicherem Abstand. Bei einem größeren Mittsommerfeuer empfiehlt die Rettungsbehörde, einen eigenen Feuerwächter zu bestimmen, der das Feuer vom Anzünden bis zum Erlöschen im Auge behält. Sollte das Feuer außer Kontrolle geraten, ruf sofort den Notruf 112 an.

Wie löscht man ein Feuer richtig?

Dass die Flamme erlischt, heißt noch nicht, dass das Feuer nicht wieder aufflammen könnte - glühende Asche kann in einer Windböe erneut entflammen. Lösche das Feuer vollständig, bevor du gehst. Rühre die Asche mit einem Schürhaken um und wende sie, damit glühende Kohlen nicht unter der Asche verborgen sind. Erst dann ist das Feuer wirklich aus. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass ein in einer Feuerstelle gemachtes Feuer fast 12 Stunden später wieder aufflammte, weil unter der Asche Kohlen verborgen waren.

Eine Feuerstelle, die die Sicherheit erleichtert

Viele dieser Regeln werden leichter, wenn du eine ordentliche Feuerstelle hast. Sie begrenzt den Funkenflug und schützt den Boden vor der Hitze, sodass das Feuer dort bleibt, wo du es gemacht hast. Sieh dir genauer an, warum gerade diese Feuerstelle besonders ist.

Und eine Feuerstelle ist nicht nur für dich selbst. Sie ist auch ein sinnvolles Geschenk, das sich mit einer Gravur oder einem Firmenlogo personalisieren lässt - lies, wie man aus einer Feuerstelle ein Geschenk macht. Und wenn du zum ersten Mal eine Feuerstelle suchst, hilft dir unser Ratgeber dazu, worauf man bei der Wahl achten sollte.

Feuerstelle „Lehesära“

Du entzündest das Feuer und das Muster erwacht zum Leben: Blattschatten beginnen überall zu tanzen, Freunde rücken ihre Stühle näher und niemand hat es mehr eilig.

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